Skizze vom Eiserner Steg

Cumulus Stratus

November 2026
14
Sa
16:00 – 22:00

PRJKTR. GbR

Wie eine temporäre Skulptur aus Luft verweist die Installation Cumulus Stratus auf die Zerbrechlichkeit unserer Wahrnehmung und unserer Umwelt. Der Nebel, zugleich real und immateriell, wird zur Metapher für das gegenwärtige Verhältnis des Menschen zur Natur: schön und gefährdet, kontrolliert und unbeherrschbar zugleich. Seine fließenden, weichen Strukturen laden zu einer sinnlichen Auseinandersetzung ein und inspirieren zu neuen Formen und räumlichen Erfahrungen, in denen sanfte Bewegungen, weiche organische Formen und leuchtende Farbverläufe die Flüchtigkeit und Veränderlichkeit sichtbar machen. So verschmilzt ästhetische Erfahrung mit Reflexion über Vergänglichkeit, Natur und Umwelt, und der Nebel wird nicht nur zum Medium, sondern auch zum Symbol für das Schöne, das Bedrohliche und die fragile Balance unserer Gegenwart.

Im Zeitalter des Klimawandels erhält der Blick in den Himmel eine neue Dringlichkeit. Wolken sind heute nicht mehr nur poetische Erscheinung, sondern auch Symptom globaler Prozesse: Träger von Stürmen, Indikatoren atmosphärischer Veränderungen, Speicher und Spiegel menschlichen Eingreifens. Die Installation lässt diese Ambivalenz sinnlich erfahrbar werden – als Moment zwischen Erleuchtung und Auflösung, zwischen Staunen und Sorge.


Seit 2011 arbeiten PRJKTR. daran, den gebauten Raum gekonnt in Szene zu setzen, indem sie ihn in das Spannungsfeld zwischen Kunst und Architektur, Bühne und Inszenierung, Projektion und Licht setzen.

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