
Demokratische Leibesübungen – eine geturnte Choreographie
- Demokratische Leibesübungen – eine geturnte Choreographie
Passionsspiele der Demokratie
Das Projekt „Demokratische Leibesübungen – eine geturnte Choreographie“ knüpft an Hanau als historischen Schlüsselort der deutschen Demokratiebewegung an. Hier war die Turnbewegung sehr stark – eine Bewegung, die körperliche Ertüchtigung mit dem Streben nach Einheit, Freiheit und Demokratie verband. Die Turner*innen spielten eine bedeutende Rolle in der Revolution von 1848/49 und prägten das demokratische Selbstverständnis. Hanau war nicht nur Gründungsort des Turnerbundes, sondern ist ein zentraler Ort der Demokratiegeschichte.
Diesen historischen Bezug greifen wir künstlerisch auf: Choreografie, Chor, Spiel und Rede werden zu einer „geturnten Choreographie“, die kollektive Körper ins Zentrum rückt und demokratische Kommunikation erfahrbar macht. Eine professionelle Choreograph*in und eine künstlerische Leitung für die Chöre entwickeln die künstlerische Form gemeinsam mit lokalen Vereinen und Amateurtheatergruppen.
Schulen und Chöre der Region werden aktiv einbezogen. So entsteht ein Wechselspiel aus Bewegung, Gesang & Rede, in dem die Ideale von 1848 mit heutigen Fragen von Teilhabe, Vertrauen & Gemeinschaft verbunden werden.
Die Aufführungen sollen voraussichtlich in einer Turn- oder Sporthalle in Hanau stattfinden, um das Erlebnis so authentisch wie möglich zu gestalten und den historischen Ursprung unmittelbar erfahrbar zu machen. Ziel ist ein lebendiges Demokratiefest, das Kunst, Sport und Bürgerschaft miteinander verbindet und Fragen von Demokratie heute verhandelt.
Initiatorin ist die Passionsspiele der Demokratie gUG mit Sitz in Frankfurt. Sie entwickelt partizipative Theaterprojekte zur Demokratie, an Orten der Demokratiegeschichte. Mit künstlerischen Mitteln werden gesellschaftliche Prozesse sichtbar und Bürger*innen aktiv in die Gestaltung einbezogen.


