©Björn HickmannKulturfonds Frankfurt RheinMain
Halle für Alle
Ein Projekt von Turbo Pascal in Mühlheim am Main: Ein spielerisches Versammlungsformat zu gesellschaftlichen Spannungsfeldern.
Für den Kulturfonds Frankfurt RheinMain entwickelt Turbo Pascal ein interaktives Format mit regionalem Bezug. Dabei greift die Gruppe ihre Arbeit der vergangenen Jahre zu politischen und gesellschaftlichen Fragen auf, wie z.B. zu Demokratie, Glaubensfragen, Kinderwahlrecht und Protest. Das Publikum schaut nicht nur zu, sondern entscheidet aktiv mit, bezieht Position, stimmt ab und kommt ins Gespräch. Die Willy-Brandt-Halle in Mühlheim wird zur "Halle für Alle". Ein generationenübergreifendes Publikum wird in ein Spiel verwickelt, das sowohl ernsthaft als auch unterhaltsam ist.
Frankfurt und die RheinMain-Region sind von starken sozialen Unterschieden geprägt: Wohlstand und Finanzkapital einerseits, Armut und Arbeitslosigkeit andererseits. Während sich in urbanen Zentren Bevölkerungsgruppen durch Stadtviertel trennen, fragt Turbo Pascal, wie sich Scheidelinien im ländlichen Raum zeigen oder verbergen und wie soziale Herkunft Lebensläufe bestimmt.
Mit niedrigschwelligen Positionierungsspielen verhandeln die Performer:innen kulturelle Unterscheidungskriterien wie Wohnverhältnisse, Einkommen, politische Orientierung, Vereinszugehörigkeiten, Freizeitaktivitäten und Ernährungsweisen – ohne Menschen zu zwingen, sich zu outen. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Grenzlinien thematisiert und verfestigte Perspektiven aufgebrochen werden.
Für die Recherche arbeitet Turbo Pascal mit Schulen, Vereinen und lokalen Institutionen, um spezifische Themen der Region einzubeziehen und ein möglichst diverses Publikum zu erreichen.
Ein Projekt in Kooperation mit der Stadt Mühlheim, initiiert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen von World Design Capital 2026.
