Vorplatz Jüdisches Museum Frankfurt©Jüdisches Museum Frankfurt

Mishpocha – The Art of Collaboration Jüdisches Museum Frankfurt

April
September 2026
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Jüdisches Museum Frankfurt

Was passiert, wenn Menschen gemeinsam Neues schaffen und dabei Verbindungen entstehen, die an die Stelle der Herkunftsfamilie treten? „Mishpocha“, „Mischpoche“ oder auch “Mischpacha“ bedeutet auf Jiddisch und Hebräisch „Familie“. Die Ausstellung ist eine Einladung an alle, traditionelle Vorstellungen von Familie und Herkunft um Communities zu erweitern, die Vielfalt als kreativen Motor begreifen – als eine Form gelebter Demokratie durch Zusammenarbeit und Zusammenhalt.

Mit Eröffnung der Wechselausstellung schlägt das Jüdische Museum neue Töne in seiner partizipativen Arbeit  an. Künstlerischer Leiter der multimedialen und interaktiven Ausstellung mit begleitenden Happenings ist Mike D. (Beastie Boys), der über 2 Jahre hinweg nach Frankfurt gekommen ist, um gemeinsam mit dem Museumsteam, Atelier Markgraph und der IMA Clique das Konzept zu entwickeln. Im Zentrum von MISHPOCHA steht die verbindende Erfahrung des gemeinsamen Musikmachens und -erlebens. Ausstellung und Begleitprogramm deuten das jiddische Wort für Familie „Mischpoche“ neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Gemeinsinn jenseits biologischer Familienstrukturen.

Bereits der Vorplatz begrüßt die Besuchenden mit einer Open Stage und der OY/YO-Skulptur der Künstlerin Deborah Kass. Der Ausstellungsparcours beginnt mit einer Soundinstallation, präsentiert zeitgenössische Kunstwerke u.a. von Tammy Rae Carland, Geoff McFetridge und Shimon Wanda sowie eine Weiterentwicklung des Projekts „Mischpoche“ von Jan Zappner. Eine immersive Videoinstallation lädt dazu ein, in die Punk-, Riot-Grrl-, Hip-Hop- und Rave-Szene einzutauchen und ein Studioraum fordert dazu auf, selbst Musik zu machen. Im Rahmen von MISHPO-CHA finden Hip-Hop-Workshops, Konzerte und Performances im Stadtraum sowie zwei Kooperationsausstellungen im Kunsthaus Wiesbaden (Memory in Action: Marcelo Brodsky, 26. März - 28. Juni 2026) und in den Opelvillen Rüsselsheim (Unter die Haut. Tattoos im Blick, 30. April - 13. September 2026) statt. Ein eigens gestaltetes Magazin in deutscher und englischer Sprache begleitet das Projekt.


Das Jüdische Museum in Frankfurt am Main macht die Vielfalt jüdischer Kulturen in Geschichte und Gegenwart erfahrbar. Zu diesem Zweck sammelt, bewahrt und erforscht es Kulturgüter und Zeugnisse jüdischen Lebens in Frankfurt. Mit seinen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, Bildungsprogrammen und digitalen Angeboten sowie seiner Freude an experimentellen Formaten möchte das Jüdische Museum Frankfurt ein Museum ohne Mauern sein.

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