©Heiko RhodeNaturpark Taunus
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Naturpark Taunus
Die imposante Kirchenruine Landstein gehört zu den bedeutendsten und zugleich rätselhaftesten Kulturdenkmalen im Taunus. Sie hat seit jeher die Phantasie der Menschen im Taunus beflügelt. Vor unserem geistigen Auge sehen wir andächtige Pilger des Mittelalters genauso wie rot gekleidete Mönche, die im Gebet verharren oder Gläubigen Ablässe für das ewige Heil verkaufen. Historisch belegt ist eine Kirche als Ziel von Wallfahrten zu Beginn des 16. Jahrhunderts, jüngste Untersuchungen haben deutlich ältere Vorgängerkirchen nachgewiesen.
Mit der Einführung der Reformation ging die Wallfahrt ein und die Kirche verlor ihre Funktion. Bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts wurde im Schatten der zerfallenden Kirche noch Markt gehalten und Recht gesprochen. Darauffolgend entwickelten sich Sagen und Legenden rund um die Kirchenruine, wie die Erzählung der „Roten Mönche“, die hier ansässig gewesen sein sollen.
2018 hat der Naturpark Taunus das alte Gemäuer erworben und mit der Restaurierung begonnen. Diese wurde unter anderem durch Förderungen von Bund und Land, sowie durch den Hochtaunuskreis unterstützt. Durch die Restaurierung wurde die alte Wallfahrtskirche als bedeutendes Kulturdenkmal der Region zu neuem Leben erweckt. Auch heute noch suchen die Menschen Orte, die eine besondere Spiritualität verströmen: Die Ruine der Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau zum Landstein“ ist ein solcher Ort.
Regelmäßig finden hier Festveranstaltungen statt, die die Besonderheit des Ortes hervorheben.
Die Kulturlandschaft des Taunus zu stärken ist eine der vielen Aufgaben des Naturpark Taunus. Daher war uns die Restaurierung der Kirchenruine Landstein und die Nutzungsmöglichkeit als Veranstaltungsort ein besonderes Anliegen.
Wir bedanken uns für die Unterstützung dieses Projektes durch den Hochtaunuskreis, sowie die Förderung durch Landes- und Bundesmittel.



