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SEIT 19/02/20 HANAU

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SEIT 19/02/20 HANAU (Projektinitiatorin: Biarna Diegmüller)

Seit dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 ist eine Vielzahl an Texten entstanden. Menschen haben ihre Gedanken, ihre Trauer, ihre Wut, ihre Fragen festgehalten, um die schreckliche Tat zu verarbeiten. Das Sprechen über den 19. Februar 2020 hat den gesellschaftlichen Diskurs verändert und damit auch das Schreiben über rassistische Gewalt und Strukturen. Diese Stimmen stehen im Mittelpunkt der Website seit-hanau.de, die als stetig weiter wachsendes Archiv konzipiert ist. Neben Texten finden sich dort modular aufgebaute Plakatvorlagen zum Download, die flexibel in verschiedenen Kontexten einsetzbar sind.

Im Rahmen der WDC 2026 finden Workshops statt, in denen Teilnehmer:innen ermutigt werden, ihre persönlichen Gedanken, Erfahrungen und Erkenntnisse schriftlich festzuhalten. Dabei kann entweder mit eigenen Texten gearbeitet oder an bestehende Beiträge angeknüpft werden. Jede Stimme zählt und wird gleichwertig behandelt, unabhängig von Alter, Herkunft oder beruflichem Hintergrund. Die Texte werden in Form von Plakaten sichtbar gemacht, die anschließend im Stadtraum plakatiert werden. So entsteht ein kollektiver Diskurs, der die Tat und ihre Folgen ins Bewusstsein ruft und gesellschaftliche Verantwortung einfordert. Besonders eingeladen sind Jugendliche und junge Erwachsene. Die Umsetzung ist bewusst niedrigschwellig: kein Vorwissen nötig, kein großer Aufwand, aber die Chance, gehört zu werden.


Biarna Diegmüller hat an Kunsthochschulen in Bremen und Offenbach studiert. Aktuelle Arbeiten sind von gesellschaftspolitischen und soziokulturellen Themen geprägt und bewegen sich an der Grenze von Kunst und Design. Haltung in der Gestaltung ist für sie unverhandelbar.

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