Blick auf einen Stapel alter Holzbalken ©Thielen Architekten

wīlāri – Fachwerk-Weiler 2.0 – Das wiederentdeckte Erbe

August 2026
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23
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Anja Schäfer und Cornelia Thielen

wīlāri - Fachwerkweiler 2.0- das wiederentdeckte Erbe ist ein Pilotprojekt, das eingelagerte, demontierte Fachwerk-Hausstapel zu neuem Leben erweckt. Die historische Bausubstanz wird wieder aufgebaut und weitergedacht: Aus den „Rebellen der Baukultur“ entsteht ein moderner, nachhaltig errichteter „Weiler“ für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten, der Tradition und Zukunft verbindet. Das Dorf erinnert sich. Es ermöglicht generationsübergreifendes Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben und schafft dringend benötigten Wohnraum mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten für Familien, Paare, Senioren, junge Menschen und Freiberufler.

Im Mittelpunkt steht ein offener, demokratischer und aktiver Entwicklungsprozess, in dem Handwerker:innen, Architekt:innen, Ingenieur:innen, Gestalter:innen, Visionär:innen und zukünftige Bewohner:innen zusammenarbeiten. Dieser kooperative Prozess stärkt den sozialen Zusammenhalt und zeigt, wie durch breite Beteiligung Gestaltung entstehen kann, die ästhetisch, funktional und nachhaltig ist.

Die Verbindung aus traditioneller Bauweise, innovativer Technik und zeitgemäßen Wohnformen eröffnet neue Möglichkeiten für ein ressourcenschonendes Leben. wīlāri zeigt, wie historisches Erbe neu interpretiert und in zukunftsfähige Architektur übersetzt werden kann: ökologisch, sozial und zukunftsorientiert. Als Modellprojekt nachhaltiger Stadt- und Regionalentwicklung bewahrt es wertvolle Bausubstanz, fördert Materialkreisläufe und schafft neuen Wohnraum – ein lebendiges Beispiel dafür, wie Architektur und demokratische Prozesse gemeinsam Zukunft gestalten.


Die Projektinitiatorinnen und Architektinnen Anja Schäfer (kreateam Architekten) und Cornelia Thielen (c_Thielen Architekten) setzen mit wīlāri - Fachwerkweiler 2.0- das wiederentdeckte Erbe - ein kraftvolles Zeichen für den nachhaltigen Umgang mit historischer Bausubstanz. Mit ihrem Ansatz möchten sie zeigen, welches Potenzial in den versteckten Ressourcen unserer gebauten Geschichte steckt und wie neue Wohnformen im partizipativen Prozess entstehen können. Weitere Partner:innen, Handwerker:innen, Visionär:innen und zukünftige Bewohner:innen werden gesucht. Project in progress!

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